Sicher arbeiten, weil zuhause jemand wartet!

Regalinspektion

Per Definition gelten Regale als Arbeitsmittel. Demzufolge müssen Regale, wie andere Arbeitsmittel auch, in regelmäßigen Abständen geprüft werden.

Rechtliche Grundlage

Warum Regale geprüft werden müssen

Gemäß § 14 BetrSichV müssen Arbeitsmittel, die Schäden verursachenden Einflüssen ausgesetzt sind, die zu Gefährdungen der Beschäftigten führen können, wiederkehrend von einer zur Prüfung befähigten Person geprüft werden. Die Prüfung muss entsprechend den ermittelten Fristen stattfinden.

Regale, die von kraftbetriebenen Arbeitsmitteln wie Kranen oder Flurförderzeugen be- oder entladen werden, sind diesen Schäden verursachenden Einflüssen ausgesetzt. Es besteht durchaus die realistische Möglichkeit, dass ein Regal, zumindest jedoch einzelne Regalbauteile, von Flurförderzeugen beschädigt werden. Aus diesem Grund ist bei diesen Regalen eine regelmäßige Prüfung notwendig.

Regalsysteme aus Stahl müssen auch gemäß DIN EN 15635 (Ortsfeste Regalsysteme aus Stahl – Anwendung und Wartung von Lagersystemen) regelmäßig auf Sicherheit und hier speziell auf etwaige Beschädigungen kontrolliert werden. Die Reparaturen sind in wirksamer Weise zeitnah zu erledigen, unter Beachtung der ständigen Sicherheit des Systems. Sämtliche Schäden oder sonstige festgestellten Sicherheitsprobleme sind immer aufzuzeichnen.

Hochregallager mit blau-orangefarbenen Stahlregalen und eingelagerten Paletten

Sichtkontrolle

Wöchentlich durchzuführen, bzw. in anderen regelmäßigen Abständen, die im Rahmen einer Risikoanalyse ermittelt werden. Über die Sichtkontrolle ist jeweils ein schriftlicher Bericht zu erstellen und aufzubewahren.

Experteninspektion

In Abständen von nicht mehr als 12 Monaten durch eine fachkundige Person. Diese Prüfung müssen Sie beim Besuch der Berufsgenossenschaft oder dem Amt für Arbeitsschutz nachweisen können.

Umfang der Prüfung

Was bei der Inspektion kontrolliert wird

Bei der Regalinspektion wird zudem ein Prüfprotokoll mit einer Fotodokumentation erstellt.

Beschädigungen an Teilen der Konstruktion, speziell von Stützen und Trägern
Lotrechtes Stehen der Regalstützen
Zustand sämtlicher Bauteile, insbesondere der Fußplatten und Sicherungen gegen Herausheben der Träger
Risse in Schweißnähten oder im Grundmaterial
Zustand des Gebäudebodens
Lage der Lasten auf den Paletten
Die Lagerplätze dürfen nicht zu schwer beladen sein
Die Stabilität und Maße der Ladeeinheiten

Bewertung

Drei Gefahrenstufen nach dem Ampelprinzip

Beim Auftreten von Schäden an Stützen und Aussteifungselementen sieht die Norm drei verschiedene Gefahrstufen vor, die entsprechend einer Ampel farblich unterschieden werden.

Grün

Die Verformungen haben keine Verminderung der Tragfähigkeit zur Folge. Es ist keine sofortige Reparatur erforderlich, aber die betroffenen Bauteile sind für eine erneute Überprüfung bei künftigen Inspektionen zu kennzeichnen.

Orange

Weist auf eine gefährliche Beschädigung hin, die baldmöglichstes Handeln erfordert. Die Beschädigung muss behoben werden, erfordert jedoch kein umgehendes Entladen. Ein derart beschädigtes Bauteil darf nach dem Entlasten nicht wieder belastet werden, bevor eine Reparatur durchgeführt worden ist.

Rot

Weist auf eine sehr schwere Beschädigung hin, die umgehendes Handeln erfordert. Die betroffene Zone des Regals muss sofort entladen und für eine weitere Benutzung gesperrt werden, bis eine Reparatur ausgeführt wurde.

Gerne führen wir eine Prüfung der Regale in Ihrem Unternehmen durch.
Haben Sie weitere Fragen zum Thema der Regalinspektion? Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

Wir beraten Sie gerne zum Thema Arbeitsschutz.

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